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"Unsere Lieferanten im Interview":

 

Der 

JOHANNSHOF

aus Großefehn

 

Ein paradiesisches Fleckchen Erde im Süden Ostfrieslands beherbergt einen DEMETER-Hof und bietet drei Familien, vier Generationen und einer Vielzahl an Tieren ein Zuhause. Wir haben mit den Bewohnern gesprochen.

Hallo Daniel,

Danke, dass du dir kurz Zeit nimmst, uns einige Fragen zu beantworten. Vorab: Vor einigen Tagen haben wir ein Portrait über den Hof mit der Videokamera gedreht. Das fertige Video wird erstmals in diesem Newsletter zu sehen sein. Wir haben euch natürlich exklusiv vorab Einblicke gewährt. Wie gefällt euch das Portrait des Johannshofs?

Wir finden es toll dass ihr euch die Zeit genommen habt, uns zu besuchen und dass dabei so schöne Aufnahmen entstanden sind. Wir zeigen unseren Hof gerne interessierten Menschen und meinen, dass die Verbraucher ein Recht haben zu wissen, woher ihre Lebensmittel stammen und wie diese erzeugt wurden. Super, dass ihr das mit euren Videos möglich macht. Wir sind sehr zufrieden mit dem Resultat!

 

Hier könnt ihr das Hofportrait des Johannshofs ansehen:

Super, das freut uns! Einiges wird in dem Video auch schon gezeigt und erklärt. Kannst du vielleicht noch ein bisschen was zum Johannshof und seiner Geschichte erzählen?

Gegründet wurde die Hofstelle von meinem Urgroßvater. Meine Großeltern wirtschafteten hier bis 2002 konventionell und hielten Milchvieh. Seit der Übernahme des Betriebes durch meine Eltern im Jahr 2003 wird der Hof ökologisch nach den Richtlinien des Demeter-Verbandes geführt. Dabei hat der Hof sich komplett gewandelt und viel Neues ist entstanden. Statt Milchvieh halten wir nun Fleischrinder, Schweine, Schafe und Hühner und auf den Äckern bauen wir viele unterschiedliche Kulturen ganz ohne den Einsatz von synthetischen Düngemitteln und ohne chemischen Pflanzenschutz an. Hinzugekommen sind Fleischverarbeitung, Backstube und ein Hofladen und dadurch viele neue und spannende Arbeitsfelder.

Ihr seid heute eine richtige Hofgemeinschaft. Wer lebt und arbeitet hier bei euch?

Wir sind mittlerweile drei Familien und 4 Generationen, die auf dem Hof leben und arbeiten. Meine 94 Jährige Großmutter, meine Eltern, mein Bruder, meine Schwester mit Partner und Familie sowie meine Frau und Tochter. Insgesamt sind wir 14 Personen. Dazu kommen aber noch feste Mitarbeiter in der Verarbeitung und Vermarktung sowie jährlich wechselnde Auszubildende.

Wie sieht so euer typischer Tagesablauf aus?

Wir beginnen alle zusammen mit dem Frühstück, bei welchem wir die Arbeit des Tages grob planen. Im Anschluss füttern und versorgen wir die Tiere, was im Sommer deutlich schneller geht, da der Großteil der Tiere auf der Weide ist und sich weitestgehend selbst versorgt. Nach einer kurzen ostfriesischen Teepause folgt das weitere Tagesprogramm wie z.B. Kontrolle der Tiere auf den Weiden, bei Bedarf neue Weiden einzäunen und Tiere umtreiben, Maschineneinsatz auf dem Acker, Futterernte und vieles mehr. Nach einem gemeinsamen Mittagessen und kurzer Pause folgt das Nachmittagsprogramm, welches mit dem abendlichen Stalldienst und der Fütterung der Tiere abgeschlossen wird. Neben der sehr abwechslungsreichen, aber wetterabhängigen Arbeit in der Landwirtschaft gibt es natürlich auch noch vergleichsweise regelmäßige Abläufe in der hofeigenen Fleischverarbeitung, der Hofbäckerei und im Hofladen.

 Ihr seid nach DEMETER zertifiziert, dem Verband mit den höchsten Auflagen in der Tierhaltung. Welche Auflagen habt ihr z.B. bei der Rinderhaltung?

Die Demeter-Richtlinien gehen deutlich über die EU-Bio-Richtlinien hinaus und stellen sicher, dass der Gesamtbetrieb als Einheit funktionieren kann. Statt einem stark spezialisierten Betrieb ist das Ideal ein gesunder Gemischtbetrieb. Der gesamte Betrieb muss ökologisch bewirtschaftet werden, es muss zu 100 % Bio-Futter eingesetzt werden und ein Großteil des Futters aus eigener Erzeugung stammen. So sichern wir die Qualität unserer Erzeugnisse und beugen Verunreinigungen vor. Neben der Fütterung setzt auch die Haltung besondere Maßstäbe. Viel Platz im Stall und auf der Weide, verpflichtender Weidegang und Verzicht auf Spaltenböden im Stall sind nur einige Merkmale, die den Tieren zugutekommen.

Warum nehmt ihr diesen Aufwand in Kauf?

Wir haben die Verantwortung, unseren Tieren die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen und arbeiten ständig daran, noch besser zu werden. Außerdem soll uns die Arbeit mit den Tieren auch Freude bereiten, und dass tut es nur, wenn wir mit der Haltung und Gesundheit der Tiere zufrieden sind. Nicht zuletzt wünschen sich auch unsere Kunden eine kompromisslose Tierhaltung und unterstützen uns mit dem Kauf der Produkte.

Neben dem Vertrieb über die Bioboten habt ihr auch einen direkten Verkauf: Einen Hofladen mit integrierten Café. Was bietet ihr dort an?

Im Hofladen findet man neben den eigenen Produkten (Fleisch & Wurst, Brot & Kuchen, Eier, Kartoffeln, Kürbis, Getreide, Felle & Wolle) eine Vielzahl an leckeren Milchprodukten & Käse, Obst & Gemüse, Getränke & Wein sowie ein großes Naturkostsortiment.

Ihr habt hier wirklich ein paradiesisches Fleckchen Erde aufgebaut. Wenn ihr dennoch einen Wunsch frei hättet: Was würdet ihr noch ändern?

Danke! Gutes Wetter zur Ernte wäre ein Wunsch, aber bisher klappt es meist auch so :)

 

 

Vielen Dank für eure Zeit und das interessante Interview!

Ich bin Biobotin (fast) der ersten Stunde und regelmäßig an der Packstelle zu finden. Ich interessiere mich sehr für unsere Lieferanten, deren Produkte und Überzeugung und stelle diese hier vor.

 

Liebe Grüße

Isabel