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"Unsere Lieferanten im Interview":

Der 

SOZIALE ÖKOHOF 

aus Papenburg

 

Kartoffeln, Eier, Tomaten, Gurken, Rote Bete, Möhren, Blattgemüse, Kirschen, frische Kräuter und noch vieles mehr. Der Soziale Ökohof in Papenburg beliefert uns mit einer Vielfalt schmackhafter regionaler Produkte.

Moin Moin,

Könnt ihr euch kurz vorstellen und euer gemeinnütziges Projekt erklären?

Was 1989, unter anderem von Pastor Gerrit Weusthof, als Verein und kleines Projekt für langzeitarbeitslose Jugendliche gegründet wurde, wuchs über viele Jahre heran.

Seit 2004 sind wir eine anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) und heute arbeiten hier ca. 100 freundliche Mitarbeitende auf einem wunderbaren Bioland-Hof, etwas außerhalb von Papenburg gelegen, hier scheint die Sonne noch ein bisschen schöner…

Wir sind eine der wenigen „Grünen Werkstätten“ in Deutschland. Unsere Mitarbeiter arbeiten in verschiedenen Betriebszweigen. Von den Gewächshäusern, den Freilandgemüseflächen sowie  der Landwirtschaft, dem Garten- und Landschaftsbau, der in der Umgebung viele schöne Anlagen und Gärten pflegt und sich intensiv für etwas mehr bienenfreundliche Flächen einsetzt, bis zur eigenen Küche (täglich wird frisch gekocht) und natürlich unseren 3.000 Legehennen, die wir in einem sehr großen Areal und durch schattenspendende Bäume geschützt,  halten. Alle unsere Produkte sind Bioland-zertifiziert, eine der höchsten Anbauqualifizierungen für biologischen Anbau.

Darüber hinaus arbeiten wir in der Objektpflege, die insbesondere Haushaltsauflösungen und haushaltsnahe Dienstleistungen zuverlässig erledigt.

Inwieweit bedingen sich die soziale Ausrichtung des Hofes und die ökologische Umsetzung der Landwirtschaft?

Ökologische Landwirtschaft und eine WfbM passen zusammen wie der Deckel auf den Topf. Unsere Mitarbeiter genießen es jeden Tag in diesem schönen Betrieb arbeiten zu dürfen. Das zeigt sich spürbar, wenn man über den Hof läuft und an vielen verschiedenen Ecken zufriedene Gesichter sieht.

Dem gegenüber braucht unser ökologischer Landbau natürlich auch viele fleißige Hände.

Neben dem Anbau von Gemüse betreibt ihr auch Landwirtschaft und haltet Hühner. Gab es die Betriebszweige seit Beginn oder ist das Projekt mit der Zeit gewachsen?

Nein, unser Hof verändert sich ständig, wir gehen auf viele Kundenwünsche ein und versuchen auch ständig Neues ins Leben zu werfen. So bieten wir seit einigen Jahren Knoblauch oder seit dem letzten Jahr unseren Ingwer an. Manchmal entsteht auch einfach mal etwas Neues, weil wir besondere Fähigkeiten bei einem unserer Mitarbeiter feststellen. Man muss nicht immer alles so starr händeln.

Auch unseren Arbeitsalltag gehen wir so an, jeder hat die Möglichkeit auch mal etwas Anderes zu machen. Wer möchte schon immer das gleiche?!

Auch im Bereich Hauswirtschaft und Verkauf seid ihr aktiv? 

Unsere Hauswirtschaft ist der Diamant des Betriebes. Neben einem täglich frischen Essen für die Mitarbeitenden, das es mit vielen guten Gaststätten aufnehmen kann, bereitet die Küche werktags Kuchen und Suppen für unser Café in Papenburg vor. Des Weiteren arbeitet sie an einigen unheimlich leckeren Aufstrichen und anderen Produkten, die es hoffentlich in Zukunft auch bei uns zu kaufen gibt.

Unser Bioladen am Hauptkanal in Papenburg ist für die Papenburger wohl nicht mehr wegzudenken: Ein kleiner Laden, wie es ihn sonst nur selten zu finden gibt. Das angeschlossene Bio-Café ist immer einen Besuch wert. Ein schöner Ort, um sich zu treffen, auszutauschen und zu genießen. Leider hat es in den vergangenen Monaten sehr unter den ganzen Bestimmungen und Auflagen gelitten, aber jetzt ist wieder auf und die Sonne scheint auch.

Hört, hört, da habt ihr ja allerhand zu tun. Seid ihr das ganze Jahr so beschäftigt, unterscheidet sich die Anbausaison eventuell von der Erntezeit?

Über Langeweile beschwert sich hier wohl niemand…

Jede Saison und jede Jahreszeit stellt den Arbeitstag anders da, hinzu kommt das Wetter. Gerade im Außenbereich ist das nicht immer ganz einfach.

Tatsächlich gibt es sehr viel zu tun, deshalb freuen wir uns auch sehr, über unsere vielen ehrenamtlichen Helfer. Die übernehmen einen Teil unseres täglichen Fahrdienstes, halfen auch im Gewächshaus und auf dem Feld als unsere Werkstatt coronabedingt schließen musste. Hinzu kommen viele Stunden auf unserem Hoffest (erster Sonntag im September), auf den Weihnachtsmärkten und weiteren Veranstaltungen, wie die wöchentlichen Schulklassenbesuche bei uns auf dem Hof in unserem Projekt „Junges Gemüse“.

Gibt es aktuelle Herausforderungen, die euch beschäftigen? Das Wetter oder die Corona Situation?

Wenn man Corona etwas Positives abgewinnen kann, dann, dass es vielen Menschen sensibilisiert hat, sich bewusster zu ernähren. Die Nachfrage nach unseren Produkten ist gestiegen, man weiß auf einmal wieder, was schmeckt. Die Herausforderung für uns besteht darin, unseren langjährigen Kunden, wie z.B. dem Bioboten Emsland, die bei uns kaufen, weil sie ökologisch und sozial verbinden möchten, auch bei gestiegenen Mengen eine einmalige Qualität zu liefern.

Gibt es Pläne für die Zukunft? Wollt ihr vielleicht den Anbau einer bestimmten Gemüsesorte ausprobieren? Wir hatten im letzten Jahr schon regionalen Ingwer von euch.

Im Anbau versuchen wir natürlich ständig etwas Neues, so haben wir in diesem Jahr noch einmal neue Kartoffelsorten angebaut.

Mein Kopf ist voll mit Plänen, sie zu realisieren, braucht dann aber doch etwas Zeit… Lagerkapazitäten sind knapp, Gewächshäuser benötigen teilweise neue arbeitserleichternde Technik, Energieeinsatz, ethische Fragen, Tierwohl. etc. sind große Themen, Es gibt viel zu tun! Wir sind auf dem Weg.

Euer Verein wird von vielen Mitgliedern und Ehrenamtlichen unterstützt. Wie kann man sich bei euch engagieren?

Unser Verein hat über 1000 Mitglieder in ganz Deutschland, neben einigen Prominenten aber hauptsächlich Leute „wie Du und ich“. Jeder soll es sich leisten können, ab einem Euro im Monat ist man dabei. Gerne darf auch jeder seine besonderen Fähigkeiten mit einbringen und uns unterstützen mit dem was er kann.

 

Vielen Dank für eure Zeit und das interessante Interview!

Ich bin Biobotin (fast) der ersten Stunde und regelmäßig an der Packstelle zu finden. Ich interessiere mich sehr für unsere Lieferanten, deren Produkte und Überzeugung und stelle diese hier vor.

 

Liebe Grüße

Isabel